MMM № 4 – Kielo, Haltung und ich

 

„Weil Mode Haltung bedeutet. Selbstwertgefühl und Statement.“

Diesen Satz habe ich letzte Woche in einem Artikel der ZEIT gelesen. Er passt gut zu meinem Kielo-Kleid, und dem Gefühl, welches das Tragen in mir auslöst. Kielo ist lang. Sehr lang. Und raffiniert. Wenn ich Kielo anhabe, bekomme ich Komplimente. Kielo sorgt für eine gerade Haltung. Kopf nach oben. Gehen wird zu schreiten. Der Alltag wird besonders.
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Dabei ist Kielo bequem wie ein Pyjama und absolut radfahrtauglich. Mit einem langärmligen Unterkleid darunter wird es auch herbsttauglich.

Ganz große Schnittliebe!

Bild 2 offen Coll

Genäht habe ich den Schnitt Kielo von Named aus einem bedruckten Viskose-Jersey vom Stoffmarkt. Der Stoff ist ziemlich schwer, beim nächsten Mal wünsche ich mir einen leichteren Stoff. Gerne würde ich auch einen leichten Webstoff versuchen, wie Elke und Sindy (die beide das Kleid gekürzt haben).

Ich habe versucht, den Schnitt vor dem Nähen am Schnittmuster anzupassen und habe das Oberteil verlängert und das Unterteil verkürzt, glaube mittlerweile, das hätte ich mir sparen können, denn die Anpassung an die Figur passiert ja durch die Wickelung.

Passend zur Haltung sind die Fotos auf dem Filmfest Ludwigshafen, direkt neben dem roten Teppich, entstanden. Und so lautet auch mein Fazit: Kielo für mehr roten Teppich im Leben!

Mehr stolze Frauen mit Haltung gibt es allmittwochlich auf dem Me-Made-Mittwoch-Blog zu sehen, wo uns heute zwei zauberhafte Elken begrüßen.

Bild drei Treppe Coll

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MMM № 4 – mit Blumen-Hollyburn

Hallo, mein Name ist Jule und ich habe mir einen Hollyburn-Rock genäht.

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Hollyburn von Sewaholic-Pattern ist ja in unzähligen Varianten in den Netzweiten zu finden. Hier nun noch eine Version.

Das für mich Besondere an diesem Stück: Ich habe mich an die Anleitung gehalten und habe einfach darauf los genäht – und es hat geklappt. Und es passt!
Juhu.

Das war wirklich ein schönes #nährfolgserlebnis für mich Meisterin der Vorab-Grübelei. Über einen Formbund habe ich nachgedacht und über pattern-matching, und darüber, was ich ändern könnte, weil ich ja zwischen zwei Größen liege. undundund –
Und dann doch nur der Anleitung gefolgt – und es hat geklappt. Und es passt!
Nochmal juhu!

Genäht habe ich die mittellange Variante ohne Riegel und die Gürtelschlaufen habe ich erst mal auch weg gelassen. Sie liegen hier noch zugeschnitten…
Der Fadenverlauf verläuft anleitungsgemäß nicht an einer Schnittteilkante, sondern mittig diagonal durch das Schnittteil – gibt es hierfür einen Fachbegriff? Weil sonst nicht ausreichend Stoff vorhanden gewesen wäre, habe ich die Seitennähte paralell zum Fadenverlauf gelegt. Klappt auch. Kann allerdings sein, dass deswegen der Rock beim Laufen gerne zwischen die Beine schwingt.
Gesäumt ist mit einem Baumwollschrägband in schwarz-weißem Vichikaro.
Der Stoff ist ein fester Baumwollstoff mit recht hohem Stretch-Anteil vom Stoffmarkt, auf dem unteren Foto (noch ungesäumt) kommen die Farben dem Original näher als auf dem Tragefoto.

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Ach, und die Taschen! Groß-artig!

Das Tragefoto entstand am Ende eines Sommerausflugstages Hauptbahnhof.

Werde ich Hollyburn nochmal nähen? Ganz gewiss.

Werde ich den Rock weiterhin tragen? Ja, er wartet auf den Herbst. Da passt er von den Farben und von der Stofffestigkeit gut hin.

Ich freu´ mich, dass die Me-Made-Mittwoche wieder losgehen und reihe mich gerne ich den nachsommerlichen Reigen dort mit ein und schließe mit ein paar kleinen Urlaubs-Impressionen eines Besuchs im Garten der Christian-Dior-Villa in Granville/Normandie.

 

Im Haus ist das Fotografieren leider nicht gestattet.

 

 

MMM № 3 – Das Champions-League-Shirt oder Mono Lisa

MMM № 3 – Das Champions-League-Shirt oder Mono Lisa

Der Ball ist rund und dauert neunzig Minuten – oder so. Leider sind weder der Ball noch ich heute gestreift zum heutigen Me-Made-Mittwoch-Mottotag Streifen. Nichts desto trotz freue ich mich sehr, heute in dieser illustren Mittwochsrunde dabei zu sein. Es ist endlich mal wieder etwas fertig geworden.

Das Shirt habe ich letzte Woche während das Champions-League-Finale lief, genäht. Ich bin eine sehr langsame und sehr überlegte Näherin und über mich gerade darin, ein wenig schneller – auch: weniger abgelenkt – zu nähen, weswegen ich mich sehr gefreut habe, dass ich das Nähen (ohne Zuschnitt) tatsächlich in 90 Minuten ohne Verlängerung geschafft habe. Der Schnitt ist das Wasserfallshirt Mono Lisa von So! Pattern. 

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Das besondere ist, dass es aus nur einem Schnittteil genäht wird. Das fand ich sehr spannend und faszinierend, wie daraus tatsächlich ein T-shirt wird. Nur rechts gibt es eine Seitennaht. Der linke Ärmel wird demenstprechend von oben in den Stoff eingeschnitten.

Beim Ausflug am Sonntag hat es sich sehr angenehm getragen. Der Wasserfall lässt nicht zu tief blicken. Der gewählte Stoff, ein marineblauer Bio-Jersey aus der Eulenmeisterei trägt sich sehr angenehm und war toll zu verarbeiten. Das nächste Exemplar würde ich allerdings aus einem leichteren Stoff machen. Dann fällt es bestimmt noch besser. So muss frau doch hin und wieder zuppeln.

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Die Anleitung ist mit Zeichnungen versehen und recht knapp gehalten. An der Stelle, an der der Wasserfall in der Schulternaht fixiert wird, war ich froh, bereits einen Wasserfall, nämlich Scarlett von pattydoo nach der dortigen Videoanleitung genäht zu haben.

Hier bei Frau Crafteln bin ich auf Mono Lisa aufmerksam geworden.

Vielen Dank an meine Fotografin!

MMM № 2 – Mit Pussyhat!

Heute beim Me Made Mittwoch dabei zu sein, ist mir eine Herzensangelegenheit. Mit pinker Feministinnen-Haube Farbe bekennen.

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Für Gleichberechtigung und Solidarität. Ein paar Gedanken hierzu wollte ich gerne formulieren – habe sie hier so schön zusammengefasst gefunden, dass ich gerne verlinke zum neuen Feministischen Netzwerk.

Die Fotos entstanden am Wochendende beim Ausflug nach Schwetzingen. Ich zeige ein gerne und viel getragenes Oberteil, das Shirt Dew von Stine Goya aus dem CUT-Magazin Nr. 11. Den Schnitt habe ich entdeckt bei lila & gelb und stellte dann fest, dass die Ausgabe sich in meinem Bestand befindet! Schnell genäht, und der eckige Ärmeleinsatz gefällt mir sehr. Nun überlege ich, ob und wie man in diesem vielleicht sogar einen Brustabnäher unterbringen könnte?

Hier sieht man den Ärmel

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Wie in der Anleitung habe ich zwei verschiedene Stoffe vernäht, einen Stukturierten für die Vorderseite und einen glatten Romanitjersey für die Rückseite und das Bündchen. Leider verblasst mit der Zeit der eine Stoff mehr als der andere.

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Die größte Größe habe ich genäht und in der Länge ca. 10 cm hinzugefügt. Der Ausschnitt wird mit Beleg gearbeitet.

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Ein Hoch auf uns Frauen, auf die Menschen und auf das Miteinander!

 

MMM № 1 – Lieblingsstück: der senfgelbe Wollrock

Das Lieblingsstück 2016 ist das Motto des heutigen, ersten MMM im Jahr 2017.

Das ist für mich ziemlich einfach, habe ich doch 2016 erst so richtig mit dem Kleidungnähen begonnen und noch nicht so viel produziert, schon gar wenig „Richtiges“. Aber der gelbe Wollrock aus einem Woll-Mantelstoff, den ich im letzten Spätwinter im Ausverkauf bei Lackhoff in Mannheim erstand, der ist zu einem echten Lieblingsstück geworden. Ihm gebührt die Ehre bei der ersten Me-Made-Mittwoch-Teilnahme gezeigt zu werden.

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Das Schnittmuster ist der Grundschnitt für einen geraden Rock aus dem Buch „Kleider nähen“ von Tanya Wheelan. Erstes Futter, erster Gehschlitz, zweiter nahtverdeckter Reißverschluss – Jipieh! Der Schnitt passt mir prima, zur Anleitung kann ich nichts sagen, denn ich hatte beste Unterstützung im Nähkurs und habe sie nicht verwendet.

Mein Lieblingstrick aus dem Kurs, wenn kein passender Fuß zur Hand ist: Den eingerollten nahtverdeckten Reißverschluss geöffnet bügeln, sodass die Zähnchen auseinandergerollt werden. Anschließend kann mit einem normalen Nähfuß genäht werden.

Das Vorderteil ist geteilt und Taschen sind eingefügt, wie man auf den obigen Fotos sehr gut nicht erkennen kann.

Hier im Detail von der Seite aufgenommen:

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& weil ich Anleitungen, wie etwas geändert wurde so gerne selber lese, versuche ich mich mal an einer Skizze und an fotografischer Dokumentation:

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Auf Höhe des Abnähers habe ich das Vorderteil längs geteilt und dann in das Äußere Teil die Taschen eingefügt.

Hier ist das Vorgehen zum Einfügen der Taschen mit dem Telefon in kleinen Fotos dokumentiert – Kann man was erkennen?

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Der Rock hat den Praxistest mehrmals prima bestanden, ich fühle mich sehr wohl darin und bei winterlichen Temperaturen hält er schön warm.

So eine enge Silhouette ist neu für mich das möchte ich durchaus in anderen Varianten weiter ausprobieren. Mal testen, wie sich das mit dem Radfahren verträgt.

Weil es so schön passr, schicke ich die Skizzen auch zu „So mach ich das“ – diese Linksammlung finde ich ja auch eine sehr schöne Idee!

 

 

Mein bunter Weihnachtsrock

Wenn ich in meinen Kleiderschrank blicke, sehe ich viel grau, anthrazit, schwarz und dunkelblau: 2017 soll bunter werden! Und weiblicher mit Kleidern und Röcken.

So gesehen, ist dieser Rock ein Symbolrock über den ich mich sehr freue und den ich auch schon gerne getragen habe und den ich gerne mit ins nächste Jahr nehme.

Über die Länge bin ich mir noch nicht ganz sicher, eventuell kommen noch ca. 3 cm weg, das werden der Alltagstest im Büro und die Meinungen der Kolleginnen zeigen…

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Das war meine erste Teilnahme an einem Sew-Along: Ich fand´s toll!

Vielen Dank an das Team vom Me-Made-Mittwoch-Blog und speziell an die zwei Gastgeberinnen Yvonne und Dodo!

Bei den mittwochlichen Treffen habe ich so viel Schönes schon entdeckt, so viel Inspiration erhalten, noch mehr gelernt – das ist wirklich eine feine Sache und eine prima Gemeinschaft. Ich freue mich auf das nächste Jahr dort und darauf, gelegentlich auch mit zu tanzen.

Licht- und friedvolle Tage wünsche ich Allen.

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