Plan – Los! Teil I: Ran an die Jerseys

Blumenstoff

1 Blumenjersey.

Der vorletzte Januartag ist doch ein guter Tag, mich hier zum erstem Mal in 2018 wieder zu Wort zu melden.

Überall in der Näh-Blogosphäre wurden in den letzten Tagen und Wochen Näh- und Garderobenpläne, neue Sew-Alongs und Hashtags, die zum Mitmachen einladen, gezeigt. Verflixte Inspiration!
Vor lauter Mitmachen-Wollen habe ich einen fetten Inspirationsknoten in meinem Kopf.

Vor lauter Ideen-Overkill gar nichts anfangen – oder einfach mal die ersten Ideen auf schreiben? Wie Ihr seht, ich habe mich für die zweite Option entschieden. Also: Einfach mal drauflos! Eine Gedanke nach dem anderen.

Im lezten Jahr hat sich mein Näh-Verhalten geändert. Ich habe viel gelernt, traue mir einiges zu – auch hier: einfach mal machen, eine Naht nach der anderen – und ich stelle fest, dass es mir mehr Freude bereitet, etwas aufwändigere Dinge zu fertigen, als der schnelle Näherfolg, der einer „von der Nähmaschine hüpft“.
Also: eher Webware, als Jersey.
Und hier ist das große ABER: in meinem Stofflager befinden sich einige Jerseys und auch Sweatstoffe, an denen irgendjemand offensichtlich mal nicht vorbei gehen konnte 😮

Auf dem Instagrambild eine kleine Auswahl:

Jerseynähen empfinde ich als unberechenbarer, darum fällt es mir schwerer. Bei Webware muss ich „nur“ exakt messen und arbeiten und dann passt es auch (meistens).Jersey hingegen dehnt und windet sich und macht irgendwie, was er will. Nicht, was ich will!

Darum! Hier kommt die neunfache Konfrontation!

Auf Instagram gibt es den Hashtag #makenine2018, bei dem frau sich 9 Projekte für das Jahr vornimmt. Ich habe tatsächlich 9 vorhandene Stoffe 9 ebenfalls vorhandenen Jersey-Projekten zuordnen können:

  1. Frau Marlene von fritzi schnittreif aus gestreiftem Streifenliebe-Jersey aus dem Stoffbüro.
  2. Scarlett von pattydoo aus einem sehr (!) bunt geblümten Viscose-Stoffmarkt-Jersey.
  3. Wanda aus la maison victor , Ausgabe 5/2016 aus einem Viscose-Jersey in wunderschöstem Rot vom Stoffmarkt. Tatsächlich habe ich diesen Stoff sogar genau für dieses Projekt gekauft!
  4. Die Kirschen aus dem Sale beim örtlichen Stoffhändler wollen ein Retro Shirt Boogie von Cecilia Theresa Design werden. Ich bin gespannt, wie die Kräuselung sich macht und ob das Shirt sich auch weniger retro tragen lässt.
  5. Von der gleichen Designerin: Jazz aus den großzügigen Resten dieses Shirts.
  6. Rock Evchen von konfettipattern aus Jacquard-Jersey von Lillestoff
  7. Ebenfalls aus dem Jacquard das Jersey Dress, ein freebook, das ich hier gefunden habe. Die Raglanärmel sollen einfarbig blau werden. Dieses Jerseykleid ist als Geschenk für eine liebe Freundin gedacht, die sich ein Nähwerk von mir gewünscht hat – im Tausch gegen ein Strickwerk *freu*.
  8. Timpe-Tee von schneidernmeistern aus bunten Blumen und Waldtieren auf schwarzem Grund. Der Schnitt ruft ja nach klassischen Streifen, ich bin gespannt, wie sich die Blümchen in der Kombination machen…
  9. Und schließlich, darauf freu ich mich sehr, der Nettiebody von closet case. Der verspricht ein guter Kombipartner zu Röcken zu werden. Der Stoff ist ein pinker Jersey, der schon eine gute Weile hier im Regal liegt.

Neun Stoffe, neun Schnitte – neun Gelegenheiten, im Umgang mit elastischen Materialien sicherer zu werden. Als der Nähtisch neulich mal frei geräumt war, habe ich alle Schnitte bereits kopiert und ausgeschnitten – Bleiben ja nur noch die Stoff-Arbeiten, ein Klacks!

Hiermit reihe ich mich bei Küstensocke in die Stoffdiät 2018 ein. Einen Jahresfahrplan erstelle ich nicht, weil: siehe oben. Ich fahre „auf Sicht“ bei der Stoffdiät mit. Erstes Ziel: Die vorhandenen Jerseys vernähen. Damit auch Stoffe reduzieren, die ich so nicht mehr kaufen würde. Und vorhandene Schnitte für mich testen.

… à suivre…

 

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